Freiarbeit

Körpersprache

Wenn wir uns klarmachen, dass Pferde in einer Herde vor allem über die Körpersprache kommunizieren, ist sicher, dass die Tiere auch „uns lesen“.

Wir als Menschen nutzen ebenso die Körpersprache als ein Kommunikationsmittel, aber oft liegt der Fokus vor allem auf der verbalen Sprache.

In der Freiarbeit geht es um Präsenz und um eine eine gemeinsame Verständigung mit dem Tier über den Körper. Dazu nutzen wir einen fest eingezäunten Bereich.

Bei der Arbeit geht es darum, was zwischen dem Pferd und mir geschieht.

  • Wo ist das Pferd mit seiner Aufmerksamkeit?
  • Wie ist seine Körperhaltung?
  • Achtet es auf mich oder ignoriert es mich?
  • Was vermittle ich gerade über meine Körperhaltung?
  • Entspannt sich das Pferd oder ist es nervös?

Es gibt eine eiserne Grundregel bei dieser Arbeit und die lautet:

Mein Individualraum ist heilig.

D.h., ich werde nicht "über den Haufen gerannt", auch nicht ansatzweise.

Jedes ungewollte mir-zu-nahe-kommen wird korrigiert – bei netten Übertritten meines Individualraums, korrigiere ich es sanft, bei Respektlosigkeiten deutlich. Wenn ich hier nicht konsequent genug bin, kann es gefährlich werden.

Magische Momente entstehen, wenn wir das Pferd in unseren "inneren Kreis" einladen und es sich dann voller Aufmerksamkeit uns zuwendet.

Die Freude über das Vertrauen des Tieres und die Klarheit des Raumes in dem wir uns bewegen ist unbeschreiblich.

 

In der Freiarbeit hilft uns das Pferd, mehr zu erfahren wie wir mit unserem Körper eins sind. Sie spiegeln uns direkt und das ist heilsam. So ist auch diese Arbeit ein gemeinsamer Lernbereich - ein Miteinander.